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End-Of-Life Solutions für eCar-Batterien – Entwicklung hybrider Leistungsbündel und Informationssysteme zur Entscheidungsunterstützung

Eine unausgereifte Batterietechnologie wird weithin als das kritischste Hindernis für eine breite Diffusion der Elektromobilität in Deutschland betrachtet. Ein Kernargument hierfür sind die hohen Kosten von eCar-Batterien, die Elektrofahrzeuge gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren um bis zu ein Drittel teurer machen. Umgekehrt führen die noch niedrigen Stückzahlen von Elektrofahrzeugen dazu, dass Skaleneffekte bislang nur unzureichend realisiert werden können. Diese Systemblockade erschwert eine umfassende Diffusion der Elektromobilität.

Um eine Senkung der Total Cost of Ownership (TCO) von eCar-Batterien zu erreichen, müssen die für die automobile Erstanwendung erschöpften eCar-Batterien (nach dem sog. End-of-(First-)Life, EOL) wiederverwendet werden. Eine Wiederverwendung der eCar-Batterien kann bspw. innerhalb einer stationären Anwendung (z. B. als Pufferspeicher in Windkraftparks oder als Gabelstaplerantriebe) im Rahmen des sog. Second Life erfolgen. Aufgrund der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen kann bereits ab dem Jahr 2020 mit einem signifikanten Volumen an eCar-Batterien für diese Second-Life-Konzepte gerechnet werden.

Ziel des Projektes EOL-IS (siehe Abbildung 1) ist es – ausgehend von den chemischen und technischen Eigenschaften von eCar-Batterien – Dienstleistungsinnovationen für die Phase nach dem EOL von eCar-Batterien zu entwickeln, das beste Second-Life-Konzept für jede einzelne Batterie zu finden und dieses mithilfe passgenauer hybrider Leistungsbündel (HLB) umzusetzen. Dabei werden die physikalisch-chemischen Eigenschaften und die Nutzungshistorie der Batterie, der Zustand der Batterie und weitere betriebswirtschaftliche, ökologische und rechtliche Informationen integriert berücksichtigt.

Abbildung 1: Konzeptioneller Rahmen des Forschungsprojekts.

Aus wirtschaftlicher Sicht werden innovative Second-Life-Konzepte entwickelt und bewertet. Aus wissenschaftlicher Sicht werden Verfahren und Instrumente der Dienstleistungsforschung für das Handlungsfeld Elektromobilität weiterentwickelt. Das Gesamtziel des Forschungsprojekts wird durch die Realisierung einzelner Teilvorhaben erreicht, die gemäß der Schwerpunkte der beteiligten Projektpartner die Entwicklung

  • von EOL-Strategien durch das Institut für Wirtschaftsinformatik (Arbeitspaket B),
  • eines eEOL-Passes durch P3 Energy & Storage (Arbeitspaket C),
  • eines Batterieprüfkonzepts durch Münster Electrochemical Energy Technology (Arbeitspaket D) und
  • eines Entscheidungsunterstützungssystems durch das Institut für Wirtschaftsinformatik (Arbeitspaket E)

fokussieren.

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